CAMPAIGN-Register

für Patienten mit infektiöser Herzklappenentzündung

Das Forschungsprojekt im Bereich der Herzchirurgie widmet sich dem Problem der Herzklappen-Endokarditis und der damit einhergehenden hohen Morbidität und Mortalität insbesondere bei Patienten mit künstlichen Herzklappen. Die Inzidenz dieser ursprünglich seltenen Erkrankung hat insbesondere in den westlichen Industrienationen trotz optimaler Therapie deutlich zugenommen. Ziel des Registers ist es, fundierte Erkenntnisse über den klinischen Verlauf und prognostische Faktoren zu erlangen, um entsprechend frühzeitig therapeutisch reagieren zu können.

Förderung

multizentrische Studie mit Daten von über 3.000 Patienten

Die medizinische Projektleitung erfolgt durch die Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie, herzchirurgische Intensivmedizin und Thoraxchirurgie der Uniklinik Köln. Die teilnehmenden Zentren sind das Herzzentrum Leipzig, Klinik für Herzchirurgie Düsseldorf, Herzchirurgische Klinik München, Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie Jena und Klinik für Herzchirurgie Dresden. Bislang wurden hauptsächlich retrospektive Daten von Patienten mit Endokarditis aus den einzelnen Zentren vor. Ziel dieses Registers ist es nun, prospektiv die Daten multizentrisch zu erheben.

Die Diagnostik und Therapie der Herzklappenentzündung stellt aufgrund ihrer steigenden Inzidenz sowie ihrer hohen kurz- und langfristigen Mortalität ein fächerübergreifendes Problem dar, das nicht zuletzt aufgrund der steigenden Anzahl an Patienten mit künstlichen Herzklappen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Trotz der Fortschritte in der Diagnose und Behandlung der infektiösen Endokarditis ist diese weiterhin mit einer hohen Mortalität verbunden.

Die Datenerhebung der geplanten Studie soll nun prospektiv in einem multizentrischen Ansatz unter Einbeziehung von sechs herzchirurgischen Zentren in Deutschland durchgeführt werden. Dadurch wird es möglich ca. 3.000 Patienten mit infektiöser Endokarditis über einen Zeitraum von 10 Jahren zu rekrutieren.

Ziel des Registers ist es, fundierte Erkenntnisse über den klinischen Verlauf und prognostische Faktoren zu erlangen, um auf diese frühzeitig therapeutisch reagieren zu können und so das Überleben sowie die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Die Initiierung und Intensivierung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit stellt die Grundlage für eine evidenzbasierte Medizin, chirurgische Innovation sowie medizinische Forschung und Fortbildung.

 

„Die fundierten Erkenntisse aus der Studie werden helfen, die Versorgung der komplexen schwerstkranken Patienten im täglichen herzchirurgischen Alltag optimieren zu können.“

Prof. Dr. Thorsten Wahlers,
Direktor der Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie, herzchirurgische Intensivmedizin und Thoraxchirurgie

Gutes fördern. Gutes tun.