Bildungschancen schaffen

Modellprojekt für Kerpener Kinder & Jugendliche

Wie der Bildungsweg eines jungen Menschen verläuft, hängt stark mit dem Qualifikationsniveau der Eltern und mit dem Einkommen der Herkunftsfamilie zusammen. Um diesen Kreislauf aus finanzieller Armut und fehlender Bildungsteilhabe zu durchbrechen, rufen die Boll-Stiftung und die Kolpingstadt Kerpen das Modellprojekt "Bildungschancen für Kerpener Kinder & Jugendliche gemeinsam gestalten" ins Leben. Durch nachhaltige Netzwerkarbeit und Bildungsförderung sollen Bildungschancen für alle Kinder und Jugendliche im Stadtteil Kerpen erhöht werden.

Förderung

Bildungschancen in Kerpen gemeinsam gestalten

Ziel des Kerpener Modellprojektes ist es, den Negativkreislauf aus finanzieller Armut und fehlender Bildungsteilhabe zu durchbrechen. Um die Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche langfristig zu verbessern, setzt das Projekt auf die Bündelung und Vernetzung vorhandener Ressourcen und die Schaffung passgenauer Förderangebote. Schulische und außerschulische Bildungsorte und Unterstützungsnetzwerke im Stadtteil Kerpen werden gestärkt und erweitert. Kernpunkte sind eine kontinuierliche Beziehungsarbeit zu den Kindern / Jugendlichen und zu den Eltern, die Förderung individueller Talente und Fähigkeiten sowie die Stärkung der Sprachkompetenzen. Initiiert und finanziert wird das Projekt durch die Boll-Stiftung und die Kolpingstadt Kerpen und ist auf zunächst 5 Jahre angelegt.

Auch wenn Chancengleichheit in der Bildung für alle Kinder postuliert wird, spricht die Wirklichkeit eine andere Sprache: Die finanzielle und soziale Situation der Herkunftsfamilie entscheidet in hohem Maße darüber, wie erfolgreich eine Bildungsbiografie verläuft. In Deutschland leben 2,5 Millionen Kinder und damit jedes 5. Kind in relativer Armut. Auch in Kerpen sind rund 21% aller Kinder von dauerhafter Einkommensarmut der Eltern betroffen.

Erklärtes Ziel der Boll-Stiftung und der Kolpingstadt Kerpen ist es, gemeinsam eine zielgerichtete Bildungsförderung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Kerpen zu schaffen, um auch diesen jungen Menschen eine Perspektive auf einen gelingenden Lebensweg zu eröffnen.

Mit dem Modellprojekt soll schulische Bildung ergänzt und Vernetzungsstrukturen geschaffen werden, die es Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien ermöglicht, finanzielle und familiäre Barrieren zu überwinden und teilzuhaben an passgenauen schulischen und außerschulischen Bildungsangeboten. Ziel ist die optimale Entwicklung individueller Talente und Fähigkeiten. Dringlich erscheinen vor allem die Lese- und Sprachförderung als Grundvoraussetzung für weitere Bildungserfolge sowie eine kontinuierliche Begleitung durch alle Phasen eines individuellen Bildungsweges - vor allem auch bei Übergangsphasen.

Nach einer ersten Pressekonferenz im August 2020 und ersten einzelnen Projektförderungen findet nun am 2. Oktober 2020 eine Auftaktveranstaltung mit allen Bildungsakteuren im Stadtteil Kerpen statt. Hier werden gemeinsam Bedarfe ermittelt und Vernetzungsmöglichkeiten angebahnt.

 

 

„Eine der Kernaufgaben der Boll-Stiftung ist die Bildungsförderung. Insbesondere für Kinder und Jugendliche mit weniger guten sozialen und finanziellen Ausgangsbedingungen.“

Vorstand
​​​​​​​
der Marga und Walter Boll-Stiftung

Gutes fördern. Gutes tun.